LÄNDERAUSWAHL

DACH F   SIE SIND HIER: DEUTSCHLAND > SIGHTSEEING > LANDSCHAFTEN > BERGISCHES LAND  

        
 

magellanworld
 

BERGISCHES LAND
 
BUNDESLÄNDER
SIGHTSEEING
LANDSCHAFTEN
ALLGÄU
ALPENPÄSSE
ALTES LAND
ALTMÜHLTAL
BAYERISCHER WALD
BERGISCHES LAND
DESSAU/WÖRLITZ PARK
DRESDNER ELBTAL
EIFEL
FICHTELGEBIRGE
FÜRST-PÜCKLER-PARK
HARZ
HUNSRÜCK
KAISERSTUHL
KURPFALZ
KYFFHÄUSER
LÜNEBURGER HEIDE
MARKGRÄFLERLAND
MECKLENB. SEENPLATTE
NORDFRIESLAND
ODENWALD
OLDENBURGER LAND
OSTBAYERN
OSTFRIESLAND
REMSTAL
SÄCHSISCHE SCHWEIZ
SAUERLAND
SCHWARZWALD
SCHWÄBISCHE ALB
SPESSART
SPREEWALD
TAUNUS
TEUTOBURGER WALD
THÜRINGER WALD
VOGTLAND
WATZMANN
WESTERWALD
ZUGSPITZE
 
 
 

BERGISCHES LAND


    Mit dem Schwager durch das Bergische Land

 

Der Schein trügt: Den Namen „Bergisches Land“ verdankt die Region zwischen Sieg, Ruhr und Rhein nicht etwa dem hin und wieder etwas „hügeligen“ Gelände. Nein, Namenspatron für Land und Leute ist das Grafengeschlecht derer von Berg, die hier seit dem 12. Jahrhundert ihre Wurzeln haben. Genauer gesagt auf Schloss Burg, die auf einem Berg oberhalb der Wupper ruht.

Wo liegt denn eigentlich das Bergische Land?
In Nordrhein Westfalen. Das Bergischen Land ist eine historisch traditionsreiche Region, die im Norden durch die Ruhr, im Süden durch die Sieg, im Westen durch den Rhein und im Osten durch das Westfälische Sauerland begrenzt wird. Seine Größe ist, mit ca. 2000qkm, mit dem Saarland vergleichbar.

Abseits der Hauptstraßen scheint im „Bergischen“ die Zeit stillzustehen. Romantische Fachwerkhäuser drängen sich um Kirche und Platz. Die dunklen Balken der Häuser heben sich kontrastreich von der weißen Wandfarbe ab. Bunt blühende Blumenkästen schmücken jedes Fenster. Ein Ort ist hübscher anzusehen als der andere. Besonders Wanderer und Spaziergänger kommen hier auf ihre Kosten. Unzählige Kilometer Wanderwege führen durch die weite Wiesen- und Waldlandschaft. Nicht selten schlängeln sie sich entlang idyllischer Bachläufe. Wenn die Sonne durch das herbstlich gefärbte Laub scheint und die letzten Nebelschwaden allmählich aus den Tälern davonziehen, ist es kaum vorstellbar, dass die großen Metropolen am Rhein und Ruhr nur wenige Autobahnabfahrten entfernt liegen.

Wahrzeichen von Nümbrecht ist das Schloss Homburg, seiner Zeit Sitz der Grafen zu Sayn-Wittgenstein. Heute ist der barocke Prachtbau Heimatmuseum und Stolz der rund 17 000 Einwohner zählenden oberbergischen Gemeinde. Die ursprüngliche Wehrburg gefiel dem Grafen Ernst zu Sayn-Wittgenstein, der 1635 die Herrschaft übernahm, nicht mehr. Er begann sie zur barocken Residenz umzugestalten. Die Bauarbeiten dauerten ein Jahrhundert. Mit der äußeren Veränderung nahm auch der Prunk in der Hofhaltung zu und die Untertanen mussten zahlen. Die wiederum rächten sich für diese Ausbeutung in eigener Weise: Im 19.Jahrhundert benutzten sie die Steine des Wittgensteiner Hauses zum Straßenbau. Das saynische Haus aber hatte - lädiert wie ein Ritter nach der Schlacht - den Wirren der Zeit getrotzt. Das Museum des oberbergischen Landes wählte die Homburg bzw. das was noch erhalten war 1926 zum Domizil. Rund um das denkmalgeschützte Fachwerkdorf laden über 150 Kilometer Wanderwege zum Erkunden ein.

Wer jedoch an den Wochenenden nach Nümbrecht kommt, sollte sich nicht wundern, wenn in der Ferne ein altes Posthorn ertönt, dem das laute Klappern von Pferdehufen dem Signal folgt. Die historischen Postkutschenlinie ist die Attraktion schlechthin. Der Original-Nachbau einer kaiserlichen Postkutsche von 1871 ist die einzige Postkutschenlinie in ganz Nordrhein-Westfalen. Mit ihr wird die Briefpost befördert. Der Transport per Kutsche wird sogar durch einen eigenen Sonderstempel bestätigt.

Seit 1973 verbindet diese Linie Nümbrecht mit dem Nachbarort Wiehl. Jeweils freitags bis sonntags startet das gelbe Gefährt pünktlich um 10 Uhr vor dem Postgebäude in Nümbrecht. Bis zu neun Personen können sich während der Fahrt von der Natur verzaubern lassen. Zwei Stunden dauert die Fahrt bis zur etwa 12 Kilometer entfernten Endstation am Freizeitpark in Wiehl. Der Postillion lenkt das über drei Tonnen schwere Gefährt und sitzt bei Wind und Wetter auf dem Kutschbock. Ein kurzer Ton aus dem Posthorn, und die beiden Hafermotoren Heidi und Helga setzen sich in Bewegung.

Fernab des Weges liegt Marienberghausen. Der Legende nach soll hier Engelbert von Humperdinck seine Oper „Hänsel und Gretel“ komponiert haben. Schnell zieht auch das kleine Städtchen Wiehl seine Besucher in den Bann. Bis Oktober lockt die Dahlienschau nach Wiehl-Alperbrück. Auf rund 5000 Quadratmeter Ausstellungsfläche verzaubern mehr als 300 Dahlienarten die Herzen der Blumenfreunde.

Wenige Schritte von der Wiehler Innenstadt entfernt liegt das Museum „Achse, Rad und Wagen“. Unzählige Fahrzeuge dokumentieren die Entwicklung von der Steinzeit bis in die Kutschenära. An manchen Wochenenden lassen sich Schmiede, Sattler und Stellmacher hier sogar über die Schulter schauen. Pünktlich um halb zwei heißt es wieder in die Kutsche zu steigen. Auch der Rückweg führt durch malerische Gefilde. Vorbei geht es an Holstein’s Mühle. 1276 wurde die Sägemühle erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist sie ein Ziel zahlreicher Wandertouren.
Station macht der gelbe Fiaker auch an der Wiehler Tropfsteinhöhle.
Die Temperatur in der Wiehler Tropfsteinhöhle beträgt gleich bleibend nur etwa 8 Grad Celsius. Nach 26 Stufen gelangt man 7 m unter der Erde in die Eingangshalle. Herabhängende, meist schlanke Tropfsteine (Stalaktiten), sowie von unten nach oben gewachsene, etwas plump wirkende, Stalagmiten bereiten den Weg. Dicke Kaskaden, Pfeiler, Säulen und andere Gebilde voller Formschönheit, glitzernder und leuchtender Farbvielfalt von weiß glänzend bis leuchtend rot erstaunen den Besucher.

Tagesabschluss für Genießer: eine „Bergische Kaffeetafel“ in einer der typisch-oberbergischen Gaststätten. Statt Kuchen gibt es Handfestes: Quark, Käse, Schinken, helles und dunkles Brot, Honig sowie Rübenkraut. Dazu „stifter“ Milchreis mit frischen Waffeln, Sauerkirschen und einem kräftigen Schlag Sahne.

Weitere Informationen:

Postkutschenlinie zwischen Wiehl und Nümbrecht, planmäßige Fahrten während der Saison von April bis September, im Oktober bei genügend Anfrage.

Fahrzeiten:
Ab Nümbrecht Post:        10.00 Uhr
An Wiehl Bahnhof:          12.00 Uhr
Ab Wiehl Hotel zur Post: 13.30 Uhr
An Nümbrecht Post:        16.00 Uhr

Fahrtage:
Freitag, Samstag und Sonntag

Fahrpreise:
Erwachsene: 11,00 Euro
Kinder bis 10 Jahre: 8,00 Euro

Infos und Anmeldung:
Touristinformation Wiehl
Tel.: (0 22 62) 99-195
Fax: (0 22 62) 99-185
touristinfo@wiehl.de

 

 


 

 

 

Seitenanfang


 

 
 

 

 

 

HOME